Das Leitbild
Ein Weltverband
Die IVBV wurde im Jahre 1965 von Bergführern aus Österreich, Frankreich, Schweiz und Italien gegründet und umfasst heute Bergführerverbände aus zwanzig Ländern Europas, Asiens, Amerikas und Neuseeland mit insgesamt 6000 Bergführern.
Die Vereinigung hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen guten Zusammenhalt unter den Mitgliedern zu schaffen, die diversen Bergführergesetze und Regelungen zu harmonisieren, den Gästen eine bessere Sicherheit zu bieten und die Arbeit der Bergführer im Ausland auf allen Bergen der Welt zu erleichtern. Dieser letzte Punkt spiegelt sich in einer sehr grossen Soldarität und einer spontanen gegenseitige Hilfe unter allen IVBV Bergführern wieder, aus welchem Land auch immer sie kommen mögen.
Bergführer mit hohem Niveau
Um IVBV Bergführer zu werden muss der Kandidat das höchstmögliche Niveau in den vier verschiedenen Disziplinen besitzen: Fels, Eis, Alpinismus und hochalpines Skifahren. Das Diplom des IVBV Bergführers verleiht seinem Inhaber das Recht auf allen Bergen zu arbeiten, unabhängig ob er sie kennt oder nicht. Es liegen 5 bis 10 Jahre zwischen einem ersten Kontakt mit dem Alpinismus und dem Bergführerdiplom.
Eine hochwertige internationale Ausbildung
Die technische Kommission der IVBV stützt sich auf eine Arbeitsgruppe, die die ständigen Entwicklungen der Bergführerarbeit in Betracht zieht, um die Ausbildung entsprechend zu verbessern. Die technische Kommission tagt zwei Mal pro Jahr und setzt sich aus den verantwortlichen, technischen Leitern der nationalen Ausbildungen zusammen. Die Ausbildung zum Bergführer findet auf nationaler Ebene statt, manchmal in Zusammenarbeit mit einer Universität oder Schule.
Mitglied werden: ein langer Integrationsprozess, der von einer nationalen Gesetzgebung unterstützt werden muss
Die Aufnahme eines neuen Landes in die internationale Vereinigung kann 5 bis 15 Jahre dauern, die
nötige Zeit um alle geforderten Kriterien zu erfüllen (ganz besonders wird darauf geachtet, dass der
neue Verband auf dem gewünschten hohen Niveau ausbilden kann).
Die Erfahrung hat gezeigt, dass eine harmonische Entwicklung des Bergführerwesens wichtig ist für die Sicherheit der Gäste und diese nur dann gewährleistet ist, wenn sie in einem gesetzlich geregelten Rahmen stattfindet.
Ein IVBV Diplom zu erhalten, verlangt einen langen und intensiven Einsatz. Wenn dieser Einsatz nicht durch einen gesetzlichen Rahmen geschützt wird, werden nur wenige Bergführer dies auf sich nehmen und das gesamte Bergführerwesen wird ein schlechtes, unharmonisches Bild abgeben, das nicht zur guten Entwicklung der Aktivität und ihrer Sicherheit beiträgt: es wäre schwierig für unsere Gäste zwischen einem schlecht oder gar nicht ausgebildetem Bergführer und einem IVBV Bergführer mit hohem Niveau zu unterscheiden.
